Massage & Wellness
Rat und Wissen
Die Geschichte der Massage | Die Geschichte der Massage |
|
|
|
Die Entstehung und historische Entwicklung der Massage Wird die Massage aus historischer Sicht betrachtet, so ist festzuhalten, dass es sich um das "älteste Heilmittel" der Menschheit handelt. Allein aus dem Grund, dass sich der Reflex im Menschen bis heute erhalten hat, unbewußt an jene Stellen mit den Händen zu fassen, an denen Schmerz und Unbehagen auftritt. (Hier findet auch der therapeutische Ansatz des Reiki seinen Ursprung.) Als älteste gesicherte Quelle für Massagen bzw. physiotherapeutische Behandlungsmethoden gilt die Epoche des chinesischen Arztes Huang-Ti (etwa 2600 v. Chr.). Seine Ausführungen stellten über Jahrhunderte ein Standardwerk für alle Phasen von Krankheit, eingeschlossen Prävention (Vorbeugung) und Rehabilitation (Nachsorge, Wiederherstellung) dar. Später in der Han- und Tang-Zeit (620 n. Chr.) wird die Massage mehrfach als Heilmethode in der chinesischen Literatur erwähnt und sogar als Unterrichtsfach an medizinischen Schulen gelehrt. Die römischen Ärzte übernahmen später viele medizinische Grundkenntnisse der Griechen und bauten die Bäderheilkunde weiter aus. Die Heilkraft der Quellen wurde hierbei in den Vordergrund gestellt. An die Bäderhäuser angegliedert gab es eine Vielzahl von Nebenräumen für Massagen und Salbungen. Besonders der römische Arzt Galen führte erste Ansätze der manuellen Therapie ein. Sein Einfluss reichte bis weit ins Mittelalter. Zur Zeit der Völkerwanderung (375 - 911 n. Chr.) verschwindet die römische Bäderkultur und die damit verbundenen physiotherapeutischen Anwendungen fast völlig. Im 14.Jahrhundert erlebt die Bäderkultur eine erneute kurze Hochzeit, jedoch nur um in einer sittlichen Entgleisung in den Badestuben zu Anfang des 15. Jahrhunderts auszuarten. Die sich in den Badehäusern schnell verbreitende Syphilis tat ein Übriges daran, dass die Wohltat der „historischen“ Badestube mit den dazugehörigen Anwendungen schnell in Vergessenheit geriet. Die Kunst der Massage und manuellen Behandlung verschwindet fast völlig aus der westlichen Medizin, bis im 16. Jahrhundert Paracelsus (1493 - 1541) die Massage mit großem Erfolg wieder verwendete. Nach ihm versucht Ambroise Paré (1517 -1590) die Massage anatomisch und physiologisch zu festigen. In Frankreich erlebte die Massage unter dem Namen „Mechanotherapie“ eine Blütezeit, in der wahrscheinlich auch das Wort Massage und ebenso die französischen Bezeichnungen der einzelnen Handgriffe entstand, wie sie zum Teil noch heute verwendet werden. (Siehe hierzu unser Artikel: Handgriffe der Massage)
Schulmäßig wurde nach Ling die Massage später von Georg Mezger (1839 - 1901) in Amsterdam gelehrt, woraufhin eine regelrechte Massageeuphorie ausgelöst wurde. Seinen medizinischen Vorträgen und Abhandlungen ist es zu verdanken dass die Massage wieder große Bedeutung in Europa erlangte. Es folgten zahlreiche Abhandlungen bekannter Ärzte über die positiven Wirkungen der Massage. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Technik der schwedischen Massage auch von den Amerikanern übernommen wurde, von denen sie der Berliner Orthopäde Albert Hoffa (1859 - 1907) Ende des 19. Jahrhunderts lernte und in Deutschland einführte. Hoffa entwickelte 1893 in seinem Lehrbuch „Technik der Massage“ die bislang so genannte "Schwedische Methode" weiter. In seinem Lehrbuch wurde eine Vielzahl von Handgriffen, die seinerzeit besonders aus dem Französischen kamen, auf die fünf wesentlichen Handgriffe reduziert, die nach wie vor unter ihrer französischen Bezeichnung gelehrt werden. (Siehe hierzu unser Artikel: Handgriffe der Massage) Hoffa setzte die Massage speziell für den Bewegungsapparat ein und kombinierte sie mit einer gelenkspezifischen Übungsbehandlung. Er war der Auffassung, dass lediglich Ärzte die Muskulatur palpieren (betasten) und massieren könnten. Er bestand darauf, dass seine Assistenzärzte die Massage erlernten und praktizierten. Es entwickelten sich immer spezifischere Massagehandgriffe zur Therapie der Haut- und Muskelzonen nach Head (1889) und Mackenzie (1917) über den so genannten kutiviceralen Reflexbogen. In diese Zeit fällt auch die Entwicklung der Bindegewebsmassage. Erstmals wurde 1937 von Professor Kohlrausch die Beeinflussung innerer Organe durch gezielte Massagebehandlungen beschrieben. Auslöser für seine Forschung über Muskelreflexzonen waren die Erfolge der Eigenversuche der Physiotherapeutin Elisabeth Dicke (1884 - 1952). Sie entwickelten daraufhin gemeinsam die Bindegewebsmassage die eine reflektorische Heilwirkung auf erkrankte Organe hat. © My-Masseur.de. Alle Rechte vorbehalten. Quellen: |
| weiter > |
|---|



















